Die häufigsten Lebensthemen...
können sich in folgendem Verhalten zeigen, z. B.:
Nicht existieren
Sie vermeiden es, im Job sichtbar zu sein, und schweigen über Ihre Fähigkeiten oder Erfolge. Selbst kleine Situationen, wie z. B. ein versehentliches Anrempeln, führen zu einer Entschuldigungen Ihrerseits.
Tief drin glauben Sie, keine Daseinsberechtigung zu haben.
Vielleicht versuchen Sie, sich diese durch ständiges Helfen (für Familie, Eltern oder Job) Ihren Platz zu "verdienen".
Nicht wichtig sein
Sie trauen sich nicht in Meetings, Ihre Ideen oder Vorschläge einzubringen. Häufig werden Sie übersehen oder gar nicht beachtet.
Obwohl Sie sich sehr anstrengen, bleibt die Anerkennung aus oder fühlt sich unecht an. Selbst wenn jemand Sie wertschätzt, glauben Sie: „Das habe ich nicht verdient“ oder „Man meint es nur aus Mitleid“.
Nicht dazu gehören
Ob im Job oder privat: Sie haben das Gefühl, nirgends richtig dazuzugehören.
Kontakte zu knüpfen oder zu halten, fällt Ihnen schwer. Vielleicht ziehen Sie sich zurück, weil Sie glauben, „anders“ zu sein oder sogar zu stören.
Sie haben häufig ein Fremdheitsgefühl.
Nicht erfolgreich sein
Ihnen wird eine höhere Position angeboten und Sie können sich nicht dafür entscheiden.
Sie trauen sich nicht nach einer Gehaltserhöhung zu fragen oder bleiben in der alten Firma, obwohl Sie woanders mehr verdienen könnten.
Sie spielen Ihre Leistung herunter, weil Sie keinen Neid erwecken wollen.
Nicht normal sein
Sie sind mit dem Erreichten nie zufrieden. Oft vergleichen Sie sich mit anderen, die mehr aus ihrem Leben gemacht haben.
Kritik können Sie nur schwer ertragen und nehmen das dem/der anderen lange übel.
Wenn mal etwas nicht glatt läuft, sind Sie aufgebracht.
Nicht gut für sich sorgen
Sie übergehen regelmäßig eigene Grenzen, auch dann, wenn körperliche oder psychische Warnsignale deutlich werden. Leistungsfähigkeit und Funktionieren stehen im Vordergrund.
Sie kümmern sich selbstverständlich um andere, nehmen eigene Bedürfnisse jedoch kaum ernst. Unterstützung anzunehmen fällt Ihnen schwer, selbst wenn sie dringend nötig wäre.
Nicht zufrieden sein
Sie leisten viel und funktionieren zuverlässig. Erfolge werden schnell relativiert, Selbstkritik steht im Vordergrund. Was Sie eigentlich beweisen müssen – und wann es genug ist – bleibt unklar.
Auch schöne Momente lassen sich schwer genießen. Gefühle werden eher kontrolliert als zugelassen. Trotz vieler positiver Aspekte entsteht innerlich wenig Zufriedenheit.
Nicht erwachsen sein
Im beruflichen Kontext fällt es Ihnen schwer, klar Position zu beziehen oder sich mit Ihren Anliegen durchzusetzen. Ihre Kompetenz wird nicht immer wahrgenommen oder Sie bringen sie selbst nicht eindeutig ein.
Eigene Wünsche und Ziele bleiben oft unklar oder werden zwar erkannt, aber nicht umgesetzt.
Wichtige Entscheidungen oder Schritte werden aufgeschoben, besonders dann, wenn Verantwortung damit verbunden ist.
Nicht aggressiv sein
Sie sind häufig – im Job und privat – nett, freundlich und hilfsbereit und werden von anderen teilweise ausgenutzt.
So richtig respektiert fühlen Sie sich nicht.
Es fällt Ihnen schwer, „nein“ zu sagen und gehen Konflikten lieber aus dem Weg. Egoistisch wollen Sie auf keinen Fall sein.
Nicht besser sein
Vorträge oder Meetings lösen Ängste aus, obwohl Sie viel zu sagen hätten. Sich zu zeigen, ist Ihnen peinlich. Stattdessen hoffen Sie, „entdeckt“ zu werden und ärgern sich über andere, die mit weniger mehr Aufmerksamkeit bekommen.
Sie meiden Konkurrenz- und Wettbewerbssituationen – im Job wie im Leben. Statt Ihre Chancen zu nutzen, bleiben Sie hinter Ihren Möglichkeiten zurück: Ob beim Gehalt, bei Aufgaben oder im Austausch von Ideen.
Nicht schwach sein
Sie arbeiten lieber allein als im Team.
Nach Hilfe oder Rat fragen Sie nicht und lehnen Hilfe, die Ihnen angeboten wird, reflexartig ab.
Sie wollen sich nicht abhängig machen oder fühlen, auch wenn Sie sich gelegentlich einsam fühlen.
Nicht fühlen
Im Job treten Sie sehr sachlich auf, was man sehr schätzt. Gleichzeitig wird eine gewisse Empathie vermisst oder auch eine gewisse Lockerheit. Daten und Fakten, Entweder-Oder-Denken liegen Ihnen.
Sie funktionieren perfekt, gleichzeitig vermissen Sie etwas im Leben, was Sie jedoch nicht benennen können oder sofort relativiert („Das war nichts Besonderes“)
zitiert von Roland Kopp-Wichmann Lebensthemen sind oft erlebte aber verdrängte Erfahrungen aus den ersten 10 – 12 Lebensjahren.
Sie werden immer wieder durch aktuelle Anlässe ausgelöst.
Sie ziehen sich wie ein roter Faden durch unser Leben und beschränken unsere Erfahrungen und Handlungsmöglichkeiten.
Es sind Denk- und Handlungsmuster, die wir im Zusammenhang mit prägenden Lebensereignissen entwickelt haben.
Und für die wir damals funktionierende Strategien entwickelt haben.
Oft werden diese Strategien Teil unserer Identität.
Das macht es noch schwieriger, sie selbst zu erkennen oder zu verändern.
Erst die geschulte Wahrnehmung des dafür ausgebildeten Coaches lässt hinter den Worten das anklingende Lebensthema sichtbar werden.




